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Schüler tauchen in die Arbeitswelt ein: Passauer Schulen senden Praktikanten in Unternehmen aus

20140723 praktikum02Die einen ordnen Akten und arbeiten im Lagerhaus, die anderen helfen bei der Feuerwehr oder als Krankenschwester: Kurz vor den Ferien sind die Schüler der neunten Klassen des Auersperg-Gymnasiums Freudenhain zu ihrem zweiwöchigen Betriebspraktikum ausgeschwärmt. Auch die anderen Schulen bieten Einblicke ins Arbeitsleben.
Andrei, ein Schüler der neunten Klasse des Auersperg-Gymnasiums, führt sein Praktikum bei der Feuerwehr in Passau durch, wo er, wie er sagt, vor allem in zwei Bereichen viel lernt. „Bei der Feuerwehr werden vor allem die praktischen und handwerklichen  Fähigkeiten benötigt und dadurch auch gefördert. So werde ich speziell für mein späteres Berufsleben weitergebildet“, erzählt Andrei begeistert. Zu seinen Hauptaufgaben zählen das Säubern und Bereitstellen von Löschfahrzeugen, aber auch das Prüfen und  Reparieren von Geräten der Feuerwehr. „Auch mit meinen Mitarbeitern habe ich ein sehr gutes Verhältnis“, bescheinigt Andrei.

Sogar ein zweigeteiltes Praktikum ist möglich. Ein solches bewältigt die 15-jährige Anna vom Gymnasium Leopoldinum, die die erste Woche ihres Praktikums in der Kinderklinik verbracht hat und die zweite Hälfte in der Staatsanwaltschaft. „Da ich zwei Unternehmen besuche, kann ich auch verschiedene Bereiche der Arbeitswelt kennen lernen“, erklärt die Schülerin. Ihr Praktikum in der Kinderklinik hat sie schon abgeschlossen. „Mir hat die Woche sehr viel Spaß gemacht. Vor allem das gute Arbeitsklima zwischen den Mitarbeitern fand ich sehr toll“, erzählt sie. Am meisten waren ihre sozialen Fähigkeiten gefordert, da sie viel mit Kindern und Babys beschäftigt war.
„Durch dieses Betriebspraktikum lernen Schüler die Arbeitswelt kennen und gehen nach dem Studium nicht unvorbereitet ins  Berufsleben“, so die verantwortlichen Wirtschaftslehrerinnen des Auersperg-Gymnasiums, Michaela Reinhard und Simone Heitzer. Ihre Hauptaufgabe ist es derzeit, die Schüler an ihren Praktikumsstellen zu besuchen und zu begutachten.
Auch am Leopoldinum dürfen Schüler der neunten Jahrgangsstufe ein viertägiges Praktikum bei einem von den Schülern selbst ausgesuchten Unternehmen durchlaufen. In Niedernburg, der Staatlichen Realschule und dem Adalbert-Stifter-Gymnasium werden in den Ferien freiwillige Praktika angeboten.

 

Johannes Wallner

 
Autor Johannes Wallner ist selbst Praktikant: Der Freudenhain-Schüler ist zwei Wochen in der PNP-Lokalredaktion eingesetzt.

Foto (Wallner): Andrei Bostan (r.) macht sein Praktikum bei der Feuerwehr. Von Fachbrandmeister Holger Hantschel lernt er unter anderem, wie man ein Löschfahrzeug säubert und bereitstellt.

 

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