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Besuch des Forschungsreaktors II in Garching bei München

DSC05541Die Schüler des Q 12 - Physikkurses des Auersperg-Gymnasiums Freudenhain hatten zusammen mit den begleitenden Lehrern Markus Hofbrückl und Gerhard Baier am vergangenen Mittwoch die Gelegenheit, die weltweit führende Neutronenquelle in Garching bei München zu besichtigen. Nach dem Besuch des ortsnahen Betriebs micro-epsilon in Ortenburg im vergangenen Schuljahr war dies die zweite Exkursion, die den Schülern die Umsetzung des im Unterricht zu lernenden Stoffes in der Realität vor Augen führte.

Die Forschungs-Neutronenquelle FRM II ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität München (TUM). Im Vergleich zu einem Kernkraftwerk steht aber nicht die Energiegewinnung im Vordergrund, sondern die Nutzung der Neutronen für Grundlagenforschung, z.B. im Bereich der Hochleistungselektronik, bei der Untersuchung von Materialeigenschaften und -strukturen sowie beim zerstörungsfreien Sichtbarmachen von inneren Strukturen in komplexen Werkstücken. Ein weiteres wichtiges Arbeitsgebiet des Forschungsreaktors stellt die Verwendung der Neutronen in der Medizinforschung dar, beispielsweise zur Herstellung von Radiopharmaka und für die Direktbestrahlung oberflächennaher Tumore in der Krebstherapie. Der Rundgang begann mit der Besichtigung des Reaktorgebäudes, das auf einer Grundfläche von ca. 1800 m² neben dem Strahlrohrreaktor auch zahlreiche Experimentierstationen der Grundlagenforschung beherbergt. An diesen Gebäudekomplex schließt die ebenso große Neutronenleiterhalle an, die weitere Flächen für Versuchsaufbauten bereitstellt und für die Schüler in besonderem Maße beeindruckend war. Ebenso beeindruckend waren auch die Sicherheitsvorschriften, die vor dem Zutritt zu befolgen waren und den Kursteilnehmern eindrucksvoll vor Augen führte, dass sie nicht an einem jederzeit zu besuchenden, sondern ganz und gar besonderen Ort waren. Insbesondere die Möglichkeit, bei einem Studium an der TU München hier selber tätig werden zu können, zeigte den angehenden Abiturienten, was sie nach Beendigung des laufenden Schuljahres tun könnten und machte die Fahrt zu einer rundum gelungenen Exkursion.

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