Magisches Leuchten in Freudenhain: Kunstprojekt „Eiskerzenständer“

20251218 170131Ein funkelndes Meer aus Eis und Licht verwandelte unser Schulgelände um den Brunnen beim Event „Freudenhain leuchtet“ in einen magischen Ort. Hinter diesem beeindruckenden Anblick steckt ein fächerübergreifendes Konzeptkunstprojekt der 5. bis 10. Klassen unter der Leitung der Kunstlehrerin Elke Rott.

Von der Vorbereitung zur „Informierung“ des Wassers

Das Projekt begann bereits im Kunstunterricht. Hier setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Sinn hinter der Aktion auseinander.

Es ging nicht nur um die physische Form, eine einfache Dekoration, sondern um Achtsamkeit und Wertschätzung. Die Jugendlichen stellten ihre Eiskerzenständer zu Hause her und ließen dabei eine besondere Intention in den Prozess einfließen: Mit großer Sorgfalt wurde das Wasser „informiert“, indem positive Eigenschaften wie Liebe und Achtsamkeit gedanklich mitgegeben wurden. In der Schule ergänzten wir diesen Prozess durch die Herstellung gemeinsamer Prototypen in den Schulküchen.

Eine Landkarte des Wassers

20260107 100130Ein zentraler Bestandteil der künstlerischen Dokumentation ist die Wasserkarte von Passau und Umgebung. Jede Schülerin und jeder Schüler trug sich dort ein, wo das Wasser für den persönlichen Kerzenständer entnommen wurde. Diese Karte bildet nun – zusammen mit den Fotografien der Kunstwerke – eine bleibende Dokumentation im Schulhaus, die die Verbindung zwischen unseren Wohnorten und der Schule visualisiert.

Der Höhepunkt: 123 Lichter im Kreis

Am Abend von „Freudenhain leuchtet“ brachten die Schülerinnen ihre gefrorenen Kunstwerke mit. Rund um den Brunnen wurden insgesamt 123 Eiskerzenständer platziert. Als jede Schülerin und jeder Schüler die eigene Kerze entzündete, entstand ein magisches Bild der Gemeinschaft. Das Licht brach sich im Eis und im Wasser des Brunnens und schuf somit eine Atmosphäre der Ruhe und Verbundenheit. Besonders schön war auch das Plätschert des Brunnens zu vernehmen.

Nachhaltigkeit im Kreislauf der Natur

Besonders wichtig war uns der ökologische Aspekt des Projekts:

  • Wasserkreislauf: Nach der Veranstaltung wurden die Eisständer im Blumenbeet abgelegt. Dort schmolzen sie und sickerten zurück in den Boden oder verdunsteten – ein natürlicher Übergang zurück in den Wasserkreislauf.
  • Recycling: Die Kerzenreste wurden sorgfältig eingesammelt und an einer Sammelstelle abgegeben. Dieses Restwachs wird nun für die Herstellung neuer Kerzen verwendet.

Das Projekt „Eiskerzenständer“ hat gezeigt, wie Kunst, Umweltbewusstsein und Gemeinschaftssinn Hand in Hand gehen können. Ein herzlicher Dank gilt allen meinem am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihre kreative Energie!    Elke Rott

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