Erinnerungskultur fördern
(veröffentlicht im Bistumsblatt)
Stolpersteine laden dazu ein, innezuhalten, nachzudenken, Fragen zu stellen und die Vergangenheit auf eine neue Weise zu begreifen. PASSAU. Sie sind nicht unumstritten, die Stolpersteine von Künstler Gunter Demnig, obwohl es sie inzwischen in über 1200 Gemeinden in Deutschland gibt. Während manche sie als „unwürdige Form“ des Gedenkens empfinden, sind sie für andere ein wichtiger Bestandteil der Erinnerungskultur. So auch für Klaus Stanjek, Neffe des homosexuellen Musikers Wilhelm Heckmann, der in Passau verhaftet und deportiert wurde, und für Gabi Dölzer, Enkelin von Adelgunde Dölzer, die von den Nationalsozialisten im Rahmen der „Aktion T4“ ermordet wurde. Beide haben sich sehr gewünscht, dass in Passau mit solch einem Stein an ihre Vorfahren erinnert wird. Bis zur Verlegung war es ein langer Weg



















