Besuch des Jugendoffiziers Klaus Schedlbauer: Eindrücke zur aktuellen Weltlage 

MariaWard 10„Es braucht Männer und Frauen, die bereit sind, Verantwortung für unser aller Sicherheit zu übernehmen“, erklärte Verteidigungsminister Boris Pistorius im Mai 2025. Vor dem Hintergrund der aktuell versendeten Fragebögen zur möglichen Wehrdienstbereitschaft betrifft dieses Thema insbesondere den 2008er Jahrgang. Entsprechend groß war das Interesse am Besuch des Jugendoffiziers Klaus Schedlbauer, der am 19. Januar 2026 die Q12 des Auersperg-Gymnasiums über aktuelle globale Konflikte und sicherheitspolitische Bedrohungen informierte. Viele erwarteten, dass Herr Schedlbauer Werbung für die Bundeswehr machen würde, was sich allerdings nicht bewahrheitete. Stattdessen klärte er sachlich über sicherheitspolitische Krisenherde, staatliche Vorsorgemaßnahmen im Krisenfall und Möglichkeiten der individuellen Vorbereitung auf. Dabei war er stets offen für Fragen und bezog den Jahrgang aktiv ein, unter anderem durch diverse Meinungsabfragen. 

Um einen konkreten Einblick in die Eindrücke der Schülerinnen und Schüler zu gewinnen, haben wir vier von ihnen gefragt, was ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist und wie sie den Vortrag insgesamt empfanden:  „Ich fand es gut, dass angesprochen wurde, wie unvorbereitet wir in Deutschland sind, wie viel wir vom Staat erwarten und wie sich das im Vergleich zu anderen Ländern darstellt“, erklärte eine Schülerin nachdenklich.  Eine weitere Teilnehmerin beschrieb den Vortrag als „sehr informativ und interessant“, auch wenn für sie persönlich nur wenige neue Informationen enthalten gewesen seien. Dennoch habe er ihr noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie prekär die aktuelle Weltlage ist.  Eine andere Schülerin empfand den Vortrag hingegen als belastend: „Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich deprimierend. In der ersten Hälfte wurde im Grunde nur erklärt, welche Konflikte es aktuell in der Welt gibt, und das vermittelte ein starkes Gefühl der Hilflosigkeit. Natürlich kann man zur Bundeswehr gehen oder sich persönlich auf einen Notfall vorbereiten, aber das ändert nichts daran, dass wir den Weltmächten gegenüber letztlich machtlos sind. Das empfand ich als sehr bedrückend.“  Eine weitere Stimme betonte sowohl den Informationsgehalt als auch die emotionale Wirkung des Vortrags: „Obwohl ich regelmäßig Nachrichten lese, hat mir die MariaWard 11Einordnung von Herrn Schedlbauer sehr geholfen. Mir war das Ausmaß des globalen Leids zuvor nicht in dieser Deutlichkeit bewusst.“ Besonders die abschließende Fragerunde empfand sie als sehr gewinnbringend. So wurde unter anderem erklärt, dass sich die Bundeswehr in ihrer Befehlsstruktur deutlich von der US-Armee unterscheide, da in Deutschland stärker auf eigenständige Lösungsfindung gesetzt werde, was wiederum auf Wertschätzung stieß.  Der Besuch von Jugendoffizier Schedlbauer hinterließ bei vielen Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen Eindruck und regte zum Nachdenken über Sicherheit, Verantwortung und die eigene Rolle in einer zunehmend unsicheren Welt an.  Von Clara Fritz und Luisa Winter, Q12 

 

BilerChildrenLeg og SpilAutobranchen